Kalibrieren

Kalibrieren bedeutet, feine Unterschiede in der nonverbalen Kommunikation wahrzunehmen. Es ist die Grundlage für jede wirksame NLP-Intervention.

Was ist Kalibrieren?

Kalibrieren ist die Fähigkeit, subtile Veränderungen bei deinem Gegenüber zu bemerken: in der Körperhaltung, Gesichtsfarbe, Atmung, Muskelspannung, Stimme. Diese Veränderungen zeigen dir, in welchem inneren Zustand sich jemand befindet.

Der Begriff kommt vom Kalibrieren eines Messgeräts: Du lernst, die "Ausschläge" deines Gegenübers zu lesen.

Worauf du achten kannst

  • Gesicht: Hautfarbe, Muskelspannung, Lippenfülle, Augenfeuchtigkeit
  • Atmung: Tempo, Tiefe, Position (Brust/Bauch)
  • Körper: Haltung, Muskeltonus, Bewegungsmuster
  • Stimme: Tonhöhe, Tempo, Lautstärke, Klang
  • Augen: Pupillengröße, Blickrichtung, Blinzeln

Kalibrieren lernen

Eine klassische Übung:

  1. Bitte jemanden, an eine Person zu denken, die er sehr mag.
  2. Beobachte genau: Wie verändert sich sein Gesicht? Atmung? Haltung?
  3. Dann: An jemanden denken, den er nicht mag.
  4. Beobachte die Unterschiede.
  5. Nun nenne Namen, und erkenne am Ausdruck, ob die Person gemocht wird oder nicht.

Warum ist Kalibrieren wichtig?

  • Rapport erkennen: Du siehst, ob Verbindung besteht
  • Zustände erkennen: Du merkst, wie es jemandem geht
  • Interventionen steuern: Du siehst, ob etwas wirkt
  • Kongruenz prüfen: Stimmen Worte und Körper überein?

Wichtig

Kalibrieren heißt beobachten, nicht interpretieren. "Seine Arme sind verschränkt" ist eine Beobachtung. "Er ist abwehrend" ist eine Interpretation, die falsch sein kann.

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